{"id":331,"date":"2020-09-14T16:23:30","date_gmt":"2020-09-14T16:23:30","guid":{"rendered":"https:\/\/timontour.ch\/?p=331"},"modified":"2020-09-14T18:20:25","modified_gmt":"2020-09-14T18:20:25","slug":"3-7-september-geilo-oslo-oder-apres-rallarvegen-katerstimmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/timontour.ch\/?p=331","title":{"rendered":"3. \u2013 7. September \u2013 Geilo \u2013 Oslo oder Apr\u00e8s-Rallarvegen-Katerstimmung"},"content":{"rendered":"\n<p>Obwohl sonnenklar ist, wer von uns den n\u00e4chsten Beitrag schreiben muss, sucht die Schreiberin 1001 Gr\u00fcnde, warum sie den Bericht nicht schreiben kann. Leider gelten nicht mal die Unwissenheit \u00fcber Ortsnamen und fehlende Erinnerung an die einzelnen Streckenabschnitte als hinreichende Begr\u00fcndung. Aus diesem Grund macht sie sich etwas widerwillig an die Aufgabe. Sollte jemand zu viele Informationen \u00fcber Campingpl\u00e4tze und zu wenige \u00fcber die (m\u00fchsame und oft langweilige) gefahrene Strecke empfindet, perlt Kritik an ihr ab, wie der Regen an unserem Zelt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"1080\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080;\" width=\"1920\" controls src=\"https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200802_093224.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach zwei wundervollen Tagen auf dem Rallarvegen geht es nun zur\u00fcck Richtung Oslo. Wir haben es nicht sonderlich eilig, denn wir erwarten in Oslo Post aus der Schweiz und diese wir nicht vor Montag eintreffen. Am Donnerstag nehmen wir wieder einmal eine gem\u00fctliche Etappe in Angriff, viel mehr bergab als bergauf. Nach ca. 15km auf der Hauptstrasse (wohl gemerkt auf der Nasjonalsykkelrute 4) drehen wir fast durch. Zum Gl\u00fcck findet unser Planungsheld wie so oft eine andere Route (\u00abmir ch\u00f6is mau probiere, aber i weiss haut de nid, obs geit\u00bb) und wir fahren fern des Verkehrs entlang eines Fl\u00fcsschens durch den Wald. Hauptstrasse ist dies definitiv nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/dsc74735048815536166750879-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-338\" srcset=\"https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/dsc74735048815536166750879-576x1024.jpg 576w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/dsc74735048815536166750879-169x300.jpg 169w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/dsc74735048815536166750879-768x1365.jpg 768w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/dsc74735048815536166750879-864x1536.jpg 864w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/dsc74735048815536166750879.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Irgendwann erreichen wir den Campingplatz in Gol und stehen vor verschlossener T\u00fcr \u2013 Rezeption bis 16.00 ge\u00f6ffnet. Wir suchen nach einer Telefonnummer, als ein Herr mit Aktentasche erscheint. Er kann uns zwar nicht direkt weiterhelfen, erkl\u00e4rt uns aber, dass der Besitzer jeden Moment erscheinen m\u00fcsste, da er ein Meeting mit ihm habe. Besagter Besitzer taucht kurze Zeit sp\u00e4ter tats\u00e4chlich auf und wir d\u00fcrfen unser Zelt irgendwo auf dem wirklich sehr grossen Platz aufstellen und das Finanzielle am Morgen erledigen. Mit dem Zelt sind wir mittlerweile \u00fcberall die einzigen auf den Campingpl\u00e4tzen, mit den R\u00e4dern sowieso und auch sonst treffen wir nur noch auf wenige Urlauber. Wieder einmal sind wir froh, um die grossz\u00fcgige K\u00fcche, denn kurz nachdem unser Zelt steht, beginnt es zu regnen.<br>Auch am Freitag kommen wir trotz gem\u00fctlicher und sehr kurzer Strecke nicht vorw\u00e4rts, wir h\u00e4ngen mit unseren Gedanken noch beim Rallarvegen. Wir wissen, dass das absolute Highlight nun vorbei ist und die Motivation, trotzdem in die Pedale zu treten, ist nicht sehr gross. Wir landen in Stavn auf einem sehr kleinen Campingplatz. Die freundliche Besitzerin spricht sehr gut deutsch (schliesslich h\u00e4tte sie normalerweise um diese Jahreszeit sehr viele deutsche Touristen, die auf der R\u00fcckreise nach Deutschland bei ihr Halt machen) und wir beschliessen kurzer Hand, eines der ca. 7 H\u00fcttchen f\u00fcr diese Nacht zu mieten. Da wir noch relativ fr\u00fch dran sind, versuchen wir uns als \u00abrichtige Camper\u00bb (\u00fcber die wir uns so oft lustig machen\u2026) zu f\u00fchlen, setzen uns auf die Veranda vor unsere H\u00fctte und machen nichts. Das funktioniert nicht allzu lange. So gehen wir noch ein bisschen spazieren, beobachten fasziniert wie zwei kleine Kinder die wirklich sehr interessante Str\u00f6mung im Fluss und schreiben Blog.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"485\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/img-20200905-wa00008442908765436815075-485x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-328\" srcset=\"https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/img-20200905-wa00008442908765436815075-485x1024.jpeg 485w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/img-20200905-wa00008442908765436815075-142x300.jpeg 142w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/img-20200905-wa00008442908765436815075-768x1623.jpeg 768w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/img-20200905-wa00008442908765436815075-727x1536.jpeg 727w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/img-20200905-wa00008442908765436815075-969x2048.jpeg 969w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/img-20200905-wa00008442908765436815075-1200x2536.jpeg 1200w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/img-20200905-wa00008442908765436815075-scaled.jpeg 1211w\" sizes=\"auto, (max-width: 485px) 100vw, 485px\" \/><figcaption>F\u00fcr einmal bleibt das Zelt eingepackt: Unsere Bleibe in Stavn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Samstag ist es uns immer noch nicht ums Fahren und h\u00e4tten wir nicht bereits unser Hotel in Oslo gebucht, w\u00e4ren wir wohl noch einen Tag in unseren H\u00fcttchen geblieben. Vielleicht h\u00e4tte es ja dann tats\u00e4chlich mal ein Pilzrisotto gegeben\u2026 So machen wir uns allerdings an eine wieder einmal norwegisch-flache Strecke und den, wie es uns scheint, krassen Anstieg von knapp 200 H\u00f6henmetern. Tja, wie der Kopf das Empfinden beeinflussen kann\u2026 Wir landen in Kr\u00f8dere auf einem Terassen-Campingplatz. Terassen, weil die Stellpl\u00e4tze stufenf\u00f6rmig \u00fcber dem Kr\u00f8derenfjord aufragen. Hier gibt es anstelle der Rezeption eine Telefonnummer. Der erstaunte Campingplatzwart kommt umgehend mit seinem Golfplatzw\u00e4gelchen angebraust. Er meinte sich verh\u00f6rt zu haben, dass wir mit den Fahrr\u00e4dern unterwegs sind.<br>Sonntags geht es norwegisch-flach weiter. Wir sammeln wieder etwas mehr H\u00f6henmeter. Nicht zum ersten Mal fragen wir uns, ob die wirklich sehr abwechslungsreichen nationalen Fahrradwege in Norwegen aus diesem Grund so selten befahren werden oder ob das eher an Corona oder dem beginnenden Herbst liegt. An diesem Abend stellen wir unser Zelt in Hokksund umgeben von Wohnmobilen und VW-Bussen auf. Wir merken immer wieder, dass wir als einzige mit Zelt und Fahrrad jeweils auf dem ganzen Platz bekannt sind, sprechen uns doch die unterschiedlichsten Leute an. Oft wollen sie wissen, ob wir denn nicht frieren, es sei ja nun wirklich ziemlich kalt. Nein, tun wir nicht, wir sind ja gut ausger\u00fcstet. Oder sie erz\u00e4hlen uns, dass die Ausr\u00fcstung der Wohnmobile gewisser anderer Leute schon nicht mehr so viel mit \u00abCamping\u00bb zu tun haben. Wir l\u00e4cheln dann ein bisschen in uns hinein und behalten unsere Gedanken f\u00fcr uns.<br>Am Montag erwartet uns die letzte Etappe nach Oslo. Sie hat ein interessantes H\u00f6henprofil \u2013 flachflachflach eine gr\u00f6ssere Steigung und damit nat\u00fcrlich eine Abfahrt in der Mitte, dann wieder flachflachflach. Da wir in eine Stadt hineinfahren, machen wir uns auf eine eher langweilige Fahrt durch viel Agglomeration gefasst. Da haben wir uns zum Gl\u00fcck get\u00e4uscht und es erwartet uns eine abwechslungsreiche Strecke. In Drammen lassen wir uns von einer grossen spiegelnden Kugel beeindrucken, aus der auch noch Musik erklingt. Nat\u00fcrlich ergeben sich da auch ein paar interessante Fotos.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"502\" height=\"555\" src=\"https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/wp-1600100520648.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-329\" srcset=\"https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/wp-1600100520648.jpg 502w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/wp-1600100520648-271x300.jpg 271w\" sizes=\"auto, (max-width: 502px) 100vw, 502px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC7491.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-330\" srcset=\"https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC7491.jpg 1920w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC7491-300x169.jpg 300w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC7491-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC7491-768x432.jpg 768w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC7491-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/timontour.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC7491-1200x675.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In Asker ca. 20km vor Oslo verf\u00e4hrt sich Tinu und m\u00f6chte nicht, dass Monika dies bemerkt, dreht deshalb eine Runde um den Dorfplatz um ihn \u00abihr zu zeigen\u00bb. Leider scheppert es hinter ihm, weil die Fahrk\u00fcnste von Monika nachlassen und sie ein B\u00e4nkli rammt. Man k\u00f6nnte jetzt auch sagen, es war ein bisschen eng dort, aber das w\u00e4re dann ein bisschen nicht wahr. Der Aufprall ist so stark, dass die Halterungen der Hintertasche brechen und die Bialetti (die vermutlich einfach wieder einmal ein bisschen Aufmerksamkeit braucht) einen (kleinen) Schranz in die Tasche reisst. Im nahen Sportgesch\u00e4ft gibt\u2019s keine Ortlieb-Ersatzteile, deshalb laden wir unser Gep\u00e4ck um. Die Halterung der einen kleinen Vordertasche montieren wir an die kaputte Hintertasche um, die nun halterlose Vordertasche fixieren wir auf Monikas Gep\u00e4cktr\u00e4ger und der Packsack von Monikas Gep\u00e4cktr\u00e4ger kommt bei Tinu auf den Anh\u00e4nger. Tinu f\u00e4hrt nun mit gef\u00e4hrlich hochbeladenem Anh\u00e4nger, w\u00e4hrend Monika sich daran gew\u00f6hnen muss, vorne einseitig etwas mehr Gewicht auszubalancieren. Diese Beladung begleitet uns zum Gl\u00fcck nur 15km. Tinu hat bereits zuvor ein Fahrradgesch\u00e4ft mit Ortlieb-Ersatzteilen gesucht, um die Halterung seiner Lenkertaschen zu ersetzen. Wir erweitern den Einkauf um eine neue Halterung f\u00fcr die Hintertasche und k\u00f6nnen das Gep\u00e4ck nun wieder etwas fahrbarer verteilen. So kommen wir doch noch einigermassen wohlbehalten bei unserem Hotel an. Wir sind gespannt, wo wir unsere R\u00e4der diesmal verstauen d\u00fcrfen. Der Rezeptionist meint, die R\u00e4der in den Keller, der Anh\u00e4nger, den er bereits durch das Fenster gesichtet hat, hinter die Rezeption. Vor den ungl\u00e4ubigen Augen einer weiteren Angestellten und einigen Hotelg\u00e4sten, entladen wir unsere R\u00e4der mitten in der Hotellobby, zerlegen den Anh\u00e4nger in seine Einzelteile und packen ihn in Koffergr\u00f6sse in den Packsack. Die R\u00e4der sind zu gross f\u00fcr den Lift, also tragen wir sie in den Keller und sind froh, dass wir sie morgen nicht schon wieder herauftragen m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl sonnenklar ist, wer von uns den n\u00e4chsten Beitrag schreiben muss, sucht die Schreiberin 1001 Gr\u00fcnde, warum sie den Bericht nicht schreiben kann. Leider gelten nicht mal die Unwissenheit \u00fcber Ortsnamen und fehlende Erinnerung an die einzelnen Streckenabschnitte als hinreichende Begr\u00fcndung. Aus diesem Grund macht sie sich etwas widerwillig an die Aufgabe. 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