Jeden Tag im Advent teilen wir hier ein Foto mit einer kurzen (oder vielleicht auch einmal etwas längeren) Beschreibung eines Erlebnisses unserer Reise.
24. Dezember

Nach einem ausgedehnten Aufenthalt in Oslo ging die Reise weiter Richtung Schweden. Quer durch die Landschaft, durch wunderschöne Wälder und über eine kaum befahrene Grenze kamen wir nach Schweden. Für uns beide ein „neues Land“, auf das wir gespannt waren. Neben den schönen Landschaften hatten wir das erste Mal in Skandinavien das Gefühl, die Menschen kamen von sich aus auf uns zu und interessierten sich für uns. So entstanden viele spannende Gespräche und einige Bekanntschaften. So zum Beispiel in dem kleinen abgelegenen Dorf Borgvik, wir eigentlich durchfahren wollten. Es gefiel uns so gut, dass wir zuerst entschieden zu Mittag essen und dann sogar, unser Zelt auf zu bauen und über Nacht zu bleiben. Im sympathischen kleinen Restaurant erhielten wir (als einzige Gäste…) ein wunderbares Abendessen und auf dem Stellplatz direkt am See einen Abend wie im Bilderbuch.
23. Dezember

Nach der Fahrt durch die verlassenen Berge und Hochlandschaften erreichten wir langsam wieder stärker besiedelte Gebiete. Auf der letzten Etappe bevor wir zum zweiten Mal auf unserer Tour nach Oslo kamen, fuhren wir durch Drammen, einer Universitätsstadt einige Kilometer südlich der Hauptstadt. Dort entdeckten wir diese etwa 3 Meter hohe Spiegelkugel die geradezu einlud, etwas mit der Kamera zu spielen.
22. Dezember

Nach dem eindrücklichsten Stellplatz für unser Zelt kam eine Etappe zum Träumen. Der Aufstieg durch traumhafte Polarlandschaft, über teilweise seitwärts abfallende Schneefelder und auf ruppiger Strasse auf 1343 Meter dauerte ewig. Dies aber nicht nur weil es anstrengend war, sondern vor allem weil wir immer wieder stoppen, fotografieren und geniessen mussten. Am höchsten Punkt des Rallarvegens begrüsste uns bestes Wetter mit Aussicht auf halbgefrorene Seen in tiefem Blau.
21. Dezember

Wir denken, dass es auf jeder Reise diesen einen Moment oder diesen einen Tag gibt, den man eigentlich nie mehr loslassen möchte. Den Moment, den man für immer speichern möchte. Auf unserer TiMonTour hatten wir auf dem Rallarvegen ohne Frage einen solchen Moment. Nachdem wir schon eine Weile (unten am See) nach einem guten Platz für unser Zelt gesucht hatten, entschieden wir, die ca. 100 Meter bis auf das nächste Plateau doch noch unter die Räder zu nehmen. Was wir dort fanden war einfach nur grandios! Der Ausblick, die Einsamkeit, der nahe Bach zum Baden und Trinkwasser auffüllen und einfach die Stimmung, die dort herrschte war unvergleichlich. Ein Moment für die Ewigkeit! Wir sind unendlich dankbar, diesen Moment erlebt zu haben!
20. Dezember

Direkt neben diesem imposanten Wasserfall haben wir unser Nachtlager aufgeschlagen. Das Rauschen des Wassers war natürlich auch im Zelt drin gut zu hören, wir konnten es aber rasch ausblenden. Während des goldenen Abendlichts mussten wir das Kochen für ein Fotoshooting unterbrechen.
19. Dezember

„Die Stadt ist mit ca. 2548 mm Niederschlag an 248 Regentagen im Jahr die regenreichste Großstadt Europas“. Dies und die Aussage einiger Menschen, die wir unterwegs getroffen haben, liess uns eine feuchte Zeit im „Tor zu den Fjorden“ erwarten. Doch während den beiden Tagen, die wir in der schönen Küstenstadt verbrachten, zeigte sich das Wetter von der besten Seite. Die Aussicht über die Stadt vom Hausberg Fløyen war entsprechend traumhauft schön!
18. Dezember

Immer wieder trafen wir auf Stellplätze für unser Zelt mit unvergleichlicher Aussicht. So zum Beispiel hier in Leirvik auf der Insel Stord. Der Ausblick auf den Fjord und die Nähe zum Meer liessen uns vergessen, dass es – ausser in den paar Minuten in denen dieses Foto entstand – zu dieser Zeit sehr oft regnete.
17. Dezember

Neben vielen Bergen galt es immer wieder auch Wasser zu überqueren. In ganz besonderer Erinnerung blieben uns die Brücken zwischen den Inseln Bømlo und Stord. Sie waren einerseits länger als alle anderen, allerseits auch aufgrund ihrer Architektur besonders imposant.
16. Dezember

In Norwegen kam es immer wieder vor, dass keine Strasse dorthin führte, wo wir hin wollten. So endete eine tolle Abfahrt am Ende des Lysefjords von wo man nur auf dem Wasserweg wegkommt. So verluden wir unsere Fahrräder auf die Schnellfähre und genossen die Fahrt durch den Lysefjord nach Stavanger.
15. Dezember

Die Norwegischen Hochebenen haben uns umgehauen! Mehrmals haben wir uns die Steigungen hochgearbeitet und sind in einer Landschaft gelandet, wie wir sie aus der Schweiz nicht kennen. Und immer wieder waren wir ganz alleine. Ausser uns war kaum jemand unterwegs.
14. Dezember

Schöne Sonnenauf- und Untergänge erlebten wir auf unserer Tour einige. Derjenige in Bandaksli (auch wenn dieses Foto einiges vor dem Sonnenuntergang entstanden ist) bleibt uns in ganz besonderer Erinnerung. Die Stimmung am verlassenen Bandak-See und die Übernachtung in der Schlafbox, die in die alte Schiffstation gebaut wurde, waren einmalig und unvergesslich.
13. Dezember

In Norwegen erlebten wir immer wieder traumhafte verlassene Strassen, denen wir während vielen Kilometern folgen durften. Dass es ab und zu aufwärts ging, gab uns die Möglichkeit die Landschaft noch etwas mehr zu geniessen. Das war Liebe auf den ersten Blick mit einer solch grandiosen Natur!
12. Dezember

Am 15. August starteten wir erst einmal ein paar Kilometer vor Porsgrunn beim Campingplatz. In der Stadt angekommen, mussten wir bereits wieder eine Pause einlegen. Die vielen Kilometer haben die eine oder andere Spur hinterlassen und wir beschlossen, einige Tage Pause einzulegen. So suchten wir uns in Porsgrunn ein schönes Plätzchen zum Mittagessen, organisierten eine Übernachtungsgelegenheit in der Nähe und buchten für den nächsten Tag das Schiff, das uns durch den eindrücklichen Telemarkkanal brachte. Noch in Porsgrunn fanden wir die Zutaten für diese Architekturspielereien.
11. Dezember

Die Stadt Kopenhagen blieb uns hauptsächlich für ihre moderne und trotzdem schöne Architektur und für den Preisschock bei den Nahrungsmittel. Es gibt aber durchaus auch Ecken mit alten schönen Gebäuden. So zum Beispiel der Gefion Springbrunnen mit der St. Albans-Kirche im Hintergrund.
10. Dezember

Am 5. August erreichten wir nach einer Rückenwindetappe die Stadt Rostock, wo wir auf die Fähre nach Dänemark einschifften. Vor der Abfahrt blieb aber noch etwas Zeit, das erste Mal auf unserer Tour Meeresluft zu schnuppern. Unter anderem fanden wir ein schönes Segelschiff vor, das wir gerne als Requisite für einige Fotos nutzten. Dass das Schiff ausgerechnet „Oban“ hiess – die Stadt die wir ziemlich genau ein Jahr vorher ebenfalls per Velo bereist haben – war dabei ein netter Zufall. Kurz darauf verliessen wir den Deutschen Boden definitiv und der Skandinavienteil der TiMonTour nahm in Dänemark seinen Lauf…
9. Dezember

Der Weg von Dresden der Elbe entlang Richtung Hamburg war zwar meistens angenehm zu fahren (weil flach und gut ausgebaut), wir hatten aber etwas Mühe mit der eher eintönigen und vor allem flachen Landschaft. Entsprechend finden sich in unserer Sammlung aus dieser Zeit nicht besonders viele Fotos. So greifen wir noch einmal auf ein Foto der Kategorie „Fotocrash“ zurück. Monika, die wieder einmal überraschend und in höchster Athletik vor die Linse springt, wirkt fast als ob sie fliegen könnte. Ein Juwel von einem Bild, das wir erst jetzt beim Durchschauen der Fotos entdeckt haben.
8. Dezember

Die Frauenkirche in Dresden wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie, wie grosse Teile der Dresdner Innenstadt durch Luftangriffe zerstört. Bis 1993 wurde die Ruine als Mahnmal belassen, danach begann der Wiederaufbau. Während elf Jahren wurde die Kirche vollständig restauriert und gilt nun als Symbol der Versöhnung. Mit diesem traurigen Kapitel der Geschichte setzten wir uns in Dresden auf eindrückliche Weise auseinander.
Zudem wurde die Zeit in Dresden für uns von einigen Auf und Abs geprägt. Einerseits mussten wir unseren Veloanhänger ein erstes Mal reparieren lassen. Andereseits wurde unsere Planung für die Weiterreise coronabedingt über den Haufen geworfen. Anstatt Richtung Baltikum machten wir uns deshalb auf den Weg nach Dänkemark.
7. Dezember

Nach unserem Aufenthalt in Prag, fuhren wir zuerst der Moldau und danach der Elbe entlang zurück Richtung Deutschland. Vor der Grenze wurden die Berge neben der Elbe immer höher. Schliesslich erreichten wir das Elbsandsteingebirge und den Nationalpark „Sächsische Schweiz“. Auf dem tollen Bauernhofcamping „Aktivhof Porschdorf“ stellten wir unser Zelt für zwei Nächte auf, um die Räder gegen die Wanderschuhe auszutauschen.
6. Dezember

Vom 23. bis am 25. Juli verbrachten wir drei Tage in Prag. Drei Tage die wir so rasch nicht vergessen werden. Bei bestem, heissem Wetter lernten wir eine Stadt kennen, von der wir vorher schon vieles gehört, sie jedoch noch nie besucht hatten. Aufgrund der Reisebeschränkungen waren sehr wenige Touristen*innen in der Stadt und wir hatten viele Plätze praktisch für uns, die sonst komplett überlaufen sind.
Auf einer Stadtführung mit einer älteren Frau als Stadtführerin erlebten wir einerseits die schönen Bauten Prags, andererseits bekamen wir aus erster Hand Geschichten aus der Zeit der Sowjetunion und der Wende zu hören. Was gibt es besseres als eine Stadt auf diese Art kennen zu lernen!
5. Dezember

Die Sache mit dem „die Fahrräder fotografieren“… Ein Bild aus der Rubrik „Foto-Crash“.
Einerseits für unseren Sponsor, andererseits weil es einfach toll aussieht, liessen wir unterwegs immer wieder unsere Velos vor besonders schönen Landschaften posieren. Dabei war es meistens Martin, der mit der Kamera ohne viel zu sagen da stand, um die Szenerie festzuhalten. Mangels erklärender Worte ahnte Monika nichts von seinen Zielen und wenn sie dann realisierte, dass sie die Szenerie zwar wunderbar ergänzt, Martin aber eigentlich andere Pläne verfolgte, war es oft bereits zu spät. Der Auslöser war gedrückt und das Bild „im Kasten“.
4. Dezember
Nach einer Fahrt von den Bayrischen Alpen der Isar entlang erreichten wir München und verstauten unsere Velos erst einmal für ein paar erste Pausentage in der Garage der Wohnung von Martin’s Schwester. In der Deutschen Metropole genossen wir einige Tage mit exklusiven Ausblicken von Kirchtürmen, währschaftem Essen bei exzelenter Gastfreundschaft und natürlich dem einen oder anderen Bier (auch wenn uns bei letzterem die Glasgrösse etwas überforderte…). Als wir uns entschieden hatten, wo die Reise als nächstes hingehen sollte, die Wäsche gewaschen und die Fahrradfahrmotivation hoch war, liessen wir das Auto im Boden verschwinden und sattelten unsere treuen Begleiter wieder. Die Fahrt Richtung Prag konnte losgehen!
3. Dezember

Viele uns vorher unbekannte Orte haben wir entdeckt und uns von ihnen überraschen lassen. So zum Beispiel das Karwendelgebiet, wo sich eine landschaftlich traumhafte Privatstrasse der jungen Isar entlang schlängelt. Wenig Verkehr, eine gute Strasse und schöne Aussicht liessen uns die verkehrsintensive und anstrengende Fahrt durch Garmisch-Partenkirchen und von dort der Hauptstrasse entlang nach Klais, vergessen.
2. Dezember

Die wirkliche Grösse zeigt sich erst wenn man etwas in ein Verhältnis setzt. Monika ist vor den grandiosen Unterengadiner Bergen kaum zu sehen. Am 12. Juli fuhren wir bei Traumwetter von Zernez nach Ried im Oberinntal. Lange überlegten wir, ob wir die beiden zusätzlichen Aufstiege vor Scuol nehmen oder der Hauptstrasse durchs Tal folgen sollen. Beim Anblick dieses Bildes hat sich jeder Schweisstropfen gelohnt!
1. Dezember

Ein erstes grosses Highlight erlebten wir am 7. Juli auf dem Pragelpass. Der schweisstreibende und extrem steile Aufstieg nahm fast den ganzen Tag in Anspruch. Der freundliche und tierisch-witzige Empfang auf der Passhöhe bei Traumwetter entschädigte uns für einiges.